Maritime KI-Revolution: Deutsch-dänische Zusammenarbeit ebnet den Weg für die zukünftige Schifffahrt

Im maritimen Sektor hat künstliche Intelligenz (KI) das Potenzial, die Art und Weise, wie wir auf See reisen und Güter transportieren, zu revolutionieren. Ein neues ‘grenzüberschreitendes’ Projekt wird die Möglichkeiten einer dänisch-deutschen Zusammenarbeit untersuchen, die den maritimen Sektor mit fortschrittlichen KI-Lösungen transformieren und zu einer effizienteren, sichereren und nachhaltigeren Branche auf beiden Seiten der Grenze beitragen kann.

Autonome Schiffe, die Menschen und Güter transportieren und mithilfe künstlicher Intelligenz präzise und sicher ohne menschliches Eingreifen operieren können, wodurch sowohl die Sicherheit erhöht als auch der Kraftstoffverbrauch auf Wasserstraßen reduziert wird.

Künstliche Intelligenz, die den Wartungsbedarf von Schiffen und Infrastruktur vorhersagen kann und so Ausfälle oder Leckagen reduzieren kann und damit sowohl die Sicherheit verbessert als auch der Umwelt zugutekommt.

Dies sind nur zwei Beispiele für die Perspektiven, die maritime KI für die zukünftige Schifffahrt eröffnet.

Dänisch-deutsche Zusammenarbeit

In Dänemark sind wir sowohl in der künstlichen Intelligenz als auch in der maritimen Industrie stark. Das sind wir auch in Norddeutschland, und eine Verknüpfung der Ressourcen unserer beiden Länder in diesen Bereichen – sowohl in Bezug auf Forschung, Ausbildung, innovative Unternehmen und neueste Technologien – birgt das Potenzial, einen führenden maritimen KI-Supercluster in der südwestlichen Ostsee zu schaffen.

Maritime AI Collaboration/ MarAI ist ein neues, wegweisendes Projekt, das die Kräfte Dänemarks und Deutschlands bündelt, um maritime Unternehmen durch den fortschrittlichen Einsatz künstlicher Intelligenz zu stärken. Das Projekt unter der Leitung des BlueTech Centers, Teil von Erhvervshus Fyn auf dänischer Seite, und des Technikzentrums Lübeck auf deutscher Seite, zielt darauf ab, die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit über die dänisch-deutsche Grenze hinweg im Bereich der maritimen künstlichen Intelligenz zu klären und konkrete Kooperationsmöglichkeiten zu identifizieren, die kurzfristig umgesetzt werden können.

– Sowohl in Deutschland als auch in Dänemark laufen Initiativen, die uns auf eine grüne und autonome maritime Zukunft vorbereiten – hier auf Fünen sind wir zum Beispiel voll und ganz im nationalen Exzellenzzentrum NextGen Robotics engagiert. Wenn wir jedoch nicht grenzüberschreitend zusammenarbeiten, laufen wir Gefahr, dass wichtige Geschäfts- und Forschungsmöglichkeiten im europäischen Kontext verloren gehen. Genau das soll dieses Projekt verhindern., siger Lars Ahrendtsen, der er direktør i BlueTech Center, og understreger dermed også den oplagte fynske placering af MarAI på grund af Fyns fokus på avancerede robotteknologier.

Maritime KI-Supercluster
Durch das Projekt werden deutsche und dänische maritime Akteure in ihrer Fähigkeit gestärkt, Innovations- und angewandte Forschungsprojekte zu initiieren und durchzuführen sowie ihre Kooperationskapazitäten zu erhöhen, was zu einem zukünftigen maritimen KI-Supercluster beitragen wird.

– Dies kann eine einzigartige Gelegenheit für maritime Unternehmen sein, Teil eines wachsenden KI-Ökosystems zu werden und von dem dortigen Wissen und den Ressourcen über die Grenzen hinweg zu profitieren., sagt Dr. Frank Schröder-Oeynhausen, Geschäftsführer Technikzentrum Lübeck. – Durch die Stärkung der regionalen Innovationskapazitäten und die Entwicklung grenzüberschreitender Synergien soll das Projekt eine solide Grundlage für künftige Kooperationen und kommerzielle Möglichkeiten zum Nutzen der maritimen Industrie schaffen. Die erste Aktivität im Projekt ist die Kartierung aller relevanten maritimen KI-Interessengruppen auf beiden Seiten der Grenze. Anschließend sollen Veranstaltungen gefördert werden, bei denen sich die Akteure treffen, Wissen austauschen, Forschungsergebnisse qualifizieren, Innovationslücken identifizieren und Kooperationsmöglichkeiten erkunden, was alles dazu beitragen kann, einen führenden maritimen KI-Supercluster in der südwestlichen Ostsee zu fördern.

FAKTEN über die maritimen KI-Zusammenarbeit zwischen Dänemark und Deutschland

  • Projektzeitraum: Mai 2024 – April 2025
  • Finanzierung: Kofinanziert durch Interreg Deutschland-Dänemark (Programm für kürzere Projekte) aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung
  • Führender Partner: BlueTech Center, Teil des Erhvervshus Fyn (DK)
  • Projektpartner Technikzentrum Lübeck
  • Netzwerkpartner: Erhvervshus Sjælland (DK), Erhvervshus Sydjylland (DK), Strategy Expert Group (DE), Universität Lübeck (DE), Unleash Future Boats GmbH (DE)
  • Maritim AI kann z. B. umfassen:
    • AAutonome Fähren für Personen und Güter: Mithilfe künstlicher Intelligenz können Schiffe sicher und ohne menschliches Eingreifen operieren. Dies kann die Effizienz und Sicherheit auf den Wasserstraßen erhöhen.
    • TVerkehrssteuerung: KI kann dazu eingesetzt werden, den Verkehrsfluss zu optimieren, Risiken zu verringern und die Sicherheit im Seeverkehr zu verbessern.
    • PPersonentransport: KI kann den maritimen Personentransport durch Optimierung von Routen und Fahrplänen basierend auf Passagierdaten, Wetterbedingungen und anderen Faktoren effizienter gestalten.
    • DDrohnenlieferungen und automatisierter Gütertransport: KI-gesteuerte Drohnen und autonome Frachtschiffe können den Warentransport revolutionieren und zu einer schnelleren und effizienteren Lieferung führen.
    • VEffektivitet og sikkerhed: KI kann den Wartungsbedarf von Schiffen und Infrastruktur vorhersagen, was Ausfallzeiten und Emissionen reduziert und dadurch die Sicherheit verbessert und der Umwelt zugutekommt.

Kontaktdaten:

  • Katarina Deylami, Projektleiterin BlueTech Center, kfd@bluetechcenter.dk, +45 9215 8774
  • Niclas Apitz, Projektleiter Technikzentrum Lübeck, apitz@tzl.de, +49 451 3909972
  • Lars Ahrendtsen, Direktor BlueTech Center, lsa@bluetechcenter.dk, +45 2368 6911
  • Dr. Frank Schröder-Oeynhausen, adm. dir. Technikzentrum Lübeck, fso@tzl.dk, +49 451 39090